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Kabinenskizzen - Tanzende Gedanken

Autorenbild: Nadja Freigang
Nadja Freigang
7. Juli
2 Min. Lesezeit

Immer wieder dienstags.




Aufregung, Zweifel und das Gefühlschaos vor der Entwurfspräsentation


Ich sitze in der Umkleide der Tanzschule, während mein kleiner Wirbelwind fröhlich Pirouetten dreht. Zwischen Ballettschläppchen und leiser Musik entsteht meine ganz eigene kreative Blase: Zeit für Kabinenskizzen und tanzende Gedanken. Ein Moment, um all das in Worte zu fassen, was mich gerade in meinen Projekten und meiner kleinen Selbstständigkeit bewegt.



Heute geht es um ein Gefühl, das vermutlich viele Kreative kennen.


Wochenlang arbeitet man an einem Projekt. Man recherchiert, entwickelt Ideen, verwirft sie wieder, skizziert neu, zweifelt, feilt an jedem Detail und versucht, sich immer wieder in den Menschen hineinzuversetzen, für den dieses Design entstehen soll.


Und dann kommt dieser Moment.


Es gibt nichts mehr zu optimieren oder hinauszuzögern.

Die Entwürfe müssen präsentiert werden.


Ab diesem Augenblick setzt das Gedankenkarussell ein: Habe ich den richtigen Weg eingeschlagen? Trifft das Design den Charakter der Marke? Gefallen die Entwürfe – oder habe ich völlig daneben gelegen?


Plötzlich liegt nicht nur das Design auf dem Tisch, sondern auch ein kleines Stück von einem selbst. Denn in jedem Entwurf stecken Zeit, Kreativität, Erfahrung und ganz viel Herzblut.

Ich stehe mit meinem Grafikdesign-Business noch am Anfang und frage mich oft, ob diese Zweifel irgendwann verschwinden.


Vielleicht sollen sie das aber auch gar nicht.


Vielleicht sind sie genau der Antrieb, der mich immer wieder dazu bringt, genauer hinzusehen, besser zuzuhören und nicht einfach irgendein Design zu gestalten, sondern eines, das wirklich zu meinen Kundinnen und Kunden passt.


Wenn die Präsentation dann gelingt und aus den ersten Entwürfen gemeinsam das finale Design entsteht, ist das jedes Mal ein ganz besonderer Moment. Genau dieses Gefühl darf ich diese Woche wieder erleben.


Am Donnerstag präsentiere ich die Entwürfe meines aktuellen Projekts – und ich merke schon jetzt, wie die Aufregung langsam wächst. Wahrscheinlich gehört dieses Herzklopfen einfach dazu, wenn man mit Kreativität arbeitet.


Denn für mich geht es nie nur um Farben, Schriften oder Logos.


Es geht darum, das sichtbar zu machen, was ein Unternehmen ausmacht: seine Persönlichkeit, seine Werte und sein visuelles Herz.

Und genau auf diesem Weg begleite ich meine Kundinnen und Kunden – mit jedem Herzklopfen, jeder Idee und jeder Menge Leidenschaft.




 

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